FREI-Day

Wenn aus Unterricht praktisches Handeln wird
Ein fester Stundenplan, Schulbücher und theoretisches Wissen? Nicht am Dienstagnachmittag! In diesem Schuljahr fand in den 8. Jahrgangstufen im Fach Religion und Ethik ein neues Projekt statt: der FREI-Day. Konfessions- und kursübergreifend bekamen die Schüler*innen ein halbes Jahr Zeit, um an einem selbstgewählten Nachhaltigkeitsziel (SDG) zu arbeiten.
Das Ziel des Projekts war es, selbst ins Handeln zu kommen und nach selbst gewählten Themen in klassenübergreifenden Kleingruppen aktiv zu werden. Von der ersten Idee über die Organisation bis hin zur praktischen Durchführung lag die Verantwortung komplett in den Händen der Schüler*innen. Dass dabei ganz unterschiedliche Ideen entstanden sind, zeigt ein Blick auf einige der Gruppen:
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Luisa, Sonja und Ida (8b) widmete sich dem Thema »Kein Hunger«. Ihre Idee war es, übrig gebliebene Backwaren von Bäckereien einzusammeln und an Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu verteilen. Nach einigen Telefonaten schlossen sie eine Kooperation mit der Bäckerei Höflinger. Die Brotspenden übergaben sie an die »Elisabethstube«, eine Obdachlosenorganisation der St.-Anna-Kirche, und lernten dabei viel über den Alltag der Helfer vor Ort.
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Nyah, Lucy, Johanna und Alma (8bc) beschäftigten sich mit dem Schutz von Pflanzen und Tieren. Sie wollten den Lebensraum für Insekten in der Stadt verbessern. Da man aus Sicherheitsgründen keine Materialien direkt vom Wertstoffhof mitnehmen durfte, setzten sie auf eigenes Upcycling. Aus alten Weinkisten, Rinde, Korken und Holzresten bauten sie ein Insektenhotel.
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Für den Klimaschutz liefen Elisa, Sarah und Rosa (8c) zur Höchstform auf. Sie arbeiteten mit der Organisation Plant for the Planet zusammen und organisierten einen Teil des Spendenlaufs an unserer Schule. Die Gelder fließen direkt in das Pflanzen neuer Bäume.
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Ein besonders intensives soziales Engagement zeigten Lara, Luzia und Lili aus der 8c. Sie beschlossen, Spenden für die Initiative Krebskranke Kinder München e. V. zu sammeln, um betroffene Familien zu unterstützen. Völlig eigenständig vereinbarten sie Termine im Büro der Initiative in der Belgradstraße, holten Spendenboxen ab und zogen in ihrer Freizeit Woche für Woche zum Spendensammeln durch die Münchner Innenstadt. Selbst Rückschläge wie Hitzefrei hielten sie nicht auf. Als sie am 30. Juni zum Projektabschluss das Geld im Büro der Initiative abgaben, war die Überraschung groß. Die drei Mädchen hatten auf den Straßen sensationelle 840,92 € gesammelt. Das Projekt ist für die drei damit aber noch nicht vorbei: Sie haben einen Vertrag für eine ehrenamtliche Tätigkeit unterschrieben. Sobald ein Erste-Hilfe-Kurs und die bürokratischen Vorbereitungen erledigt sind, wollen sie im nächsten Schuljahr Geschwisterkindern von Patienten Nachhilfe geben.
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Unter dem Motto »1€ für krebskranke Kinder« machten sich Milla, Mirja, Filippa und Luna an die Arbeit. Vor allem durch eine engagierte Sammelaktion direkt an der Schule kam eine stolze Summe zusammen. Insgesamt konnten die Mädchen 845 € an Spenden generieren, die dem Dr. von Haunerschen Kinderspital zugutekommen.
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Franka, Ava, Mina und Polly widmeten sich ebenfalls dem globalen Thema Hunger. Ihre zündende Idee: Sie sammelten bei einem Konzert in der Münchner Olympiahalle fleißig weggeworfenes und stehengelassenes Pfand ein. Durch diesen tatkräftigen Einsatz kam ein Spendenbetrag von 650 € zusammen, den die Gruppe an die Welthungerhilfe übergeben konnte.
Der FREI-Day hat in diesem Jahr gezeigt, dass unsere Schüler*innen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sie haben gelernt, sich selbst zu organisieren, Probleme eigenständig zu lösen und über den Tellerrand des normalen Schulalltags hinauszublicken.
M. Thoma